Die Entwicklung von lernförderlichen Settings ist mir eine Herzensangelegenheit, sowohl im Kleinen - für Einzelpersonen und Kleingruppen - als auch im Großen. Mein Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich Menschen wohl fühlen, offen und neugierig sind und ihre Fähigkeit zum selbstgesteuerten Lernen gestärkt wird.
Auf die Frage, in welchen Themenfeldern ich in der Erwachsenenbildung tätig bin, antworte ich oft, dass für mich der Slogan „Inhalte überwinden“ der Partei „Die Partei“ sinnbildlich ist. Das bedeutet, dass mich das „Wie“ des Lernens meist mehr reizt als das „Was“. Diese Haltung basiert auf meinem Wertesystem und zielt immer darauf ab, die persönliche Entwicklung zu stärken und die sozial-ökologische Transformation voranzutreiben - daher ist das „Was“ für mich dann doch auch relevant.
Aktuell liegt mein besonderes Interesse in der Entwicklung von triadischen Bildungsformaten, die selbstgesteuertes Lernen, Lerntandems und Kleingruppen mit seminaristischen Einheiten in größeren Gruppen verbinden. Solche Formate fördern die Selbstlernkompetenz und ermöglichen den Lernenden eine souveräne Gestaltung der Inhalte nach ihren Interessen. Dies scheint mir ein optimales Setting für das Lernen der Zukunft zu sein, um Fähigkeiten und Kompetenzen zu stärken, die geeignet sind, zukünftige Herausforderungen zu meistern.
Die Potenziale digitaler Werkzeuge sehe ich als große Bereicherung für das Lernen Erwachsener, wenn sie intelligent eingesetzt werden. Daher freue ich mich, in mehreren Projekten Lernplattformen, Bildungsmaterialien und geeignete Lehr-Lern-Settings entwickeln und erproben zu können.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Entwicklung von Curricula für formale Weiterbildungsangebote. Gemeinsam mit Kolleg*innen habe ich hierzu verschiedene Ansätze zur partizipativen Curriculumsentwicklung erprobt, um die Inhalte branchenspezifisch abzustimmen und nachhaltig zu verankern.
Meine gesamte Bildungsarbeit ist stark von einer konstruktivistischen Grundhaltung geprägt. Der Pädagoge Horst Siebert, eine herausragende Stimme der konstruktivistischen Pädagogik, hat eine zentrale Annahme dazu treffend formuliert: „Erwachsene sind lernfähig, aber unbelehrbar“. Diese Aussage verdeutlicht, dass die Vorstellung eines linearen Zusammenhangs zwischen Lehren und Lernen irreführend ist. Vielmehr sind Lernsettings, die Menschen zum Lernen einladen und motivieren - sie verführen - wirksamer als traditionelle belehrende Ansätze.
Zu den Seminaren und Workshops, in denen ich leitend bzw. konzeptionell aktiv war zählen unter anderem: